Ein Projekt zur Mobilität in Kunst und Leben

16. Juni - 11. Juli 2007
Am Ratsbauhof 5, Hildesheim

Flexibel und mobil – die junge Generation ist unentwegt unterwegs: in Billigfliegern von Bilbao nach London, von Warschau nach Paris, von Thessaloniki nach Berlin. Zum a7-Projekt artcase.europe sind sieben KunststudentInnen aus sechs verschiedenen europäischen Ländern eingeladen, in Hildesheim eigene künstlerische Positionen zum Thema Mobilität in Europa zu formulieren. artcase.europe ist als eine künstlerische Kommunikationsplattform zu verstehen, die eine Untersuchung der Auswirkungen der Mobilität – positive wie negative – im gelebten Europa auf der Ebene der Kunst möglich macht.

Die Bedingungen des mobilen Europas übertragend fordert a7.ausstellungen die KünstlerInnen auf, der abverlangten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit Rechnung zu tragen. Das für ihre Auseinandersetzung mit dem Thema benötigte Material muss die durch die Billigfluglinien vorgegebenen Beschränkungen eines Handgepäckstückes in Größe und Gewicht einhalten. Konzepte und Materialien werden im künstlerischen Austausch und Dialog zusammengebracht und gegenseitigem Einfluss ausgesetzt. Entstehungsprozess und Ergebnis der künstlerischen Arbeit werden in Form einer Ausstellung zugänglich und sichtbar gemacht.

Noch vor dem offiziellen Beginn findet die erste Begegnung der KünstlerInnen virtuell statt: im artcase.blog. Nach dem Start in Hildesheim am 16. Juni kann der Entstehungsprozess der künstlerischen Arbeiten von Interessierten sieben Tage lang begleitet werden. Auch der Diskussion zwischen KünstlerInnen, Publikum und a7 wird mehrfach Gelegenheit geboten.

Mit dem Beginn des Ausstellungszeitraums nach der Vernissage am 24. Juni ist das sichtbare Arbeiten der KünstlerInnen beendet. Der durch die Ergebnisse eröffnete Diskurs steht für interessierte BesucherInnen in Führungen, in der Diskussion mit ExpertInnen und interdisziplinären Veranstaltungen zur Teilnahme offen. Es bleibt der Raum für Fragen und den Austausch von Eindrücken und Meinungen.

Das Projekt begleiten folgende Fragen: Wie wirken sich zunehmende Mobilität, Flexibilität und geforderte Anpassungsfähigkeit auf die Arbeit junger KünstlerInnen in Europa aus? Wie nehmen junge KünstlerInnen diese gesellschaftliche Realität im erweiterten Europa war? Ändern sich dadurch Denken und Handeln? Kann künstlerische Kommunikation Themen aufgreifen, die auf anderer, politischer Ebene nicht zu Wort kommen? Kann sie den Austausch fördern und fordern?

Zum Projekt ist eine Publikation erschienen.